Deutschlands geht mit München in die Olympiabewerbung für 2036, 2040 oder 2044
Nach mehreren vergeblichen Anläufen reicht der Deutsche Olympische Sportbund wieder eine Olympiabewerbung ein. Eine außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden nominierte München deutlicher als erwartet mit 91:50 Stimmen gegen KölnRheinRuhr zum deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die Wahl pünktlich zur "Wiesn"-Zeit hat Charme, denn München war 1972 zusammen mit Kiel, das erneut die Segelwettbewerbe ausrichten soll, schon einmal Olympia-Gastgeber und hat nach dem Ausfall von Berlin (und zuvor schon Hamburg) aus dem nationalen Bewerbungsrennen die größere olympische Strahlkraft als die schon einmal tollpatschig aus dem IOC-Kandidatenkarussell geflogene Rhein-Ruhr-Bewerbung, die diesmal um Köln als "Leading city" erweitert wurde.
Dass es überhaupt ein innerdeutsches Bewerbungsrennen gegeben hat, stand allerdings nicht von Anfang an fest. Zeitplan und Konzept für die Nominierung wurden vom DOSB mehrfach revidiert. Und auch das Jahr 2036 - 100 Jahre nach den Spielen in Nazi-Berlin 1936 - ist umstritten. Dann also doch lieber 2040. Oder 2044?
Ursprünglich hatten im Mai 2025 vier Kandidaten - Berlin (mit Außenstellen in Leipzig und Rostock-Warnemünde als Berlin+ gelabelt), Hamburg sowie eben München und KölnRheinRuhr - ihre Konzepte beim DOSB zur Prüfung nach einem Kriterienkatalog eingereicht. Bis zum 4. Juni 2026 halt es, diese Konzepte zu finalisierten. Da waren es aber nur noch drei, denn Hamburg fiel nach einem negativen Volksentscheid aus dem Rennen. Eine Evaluierungskommission unter Leitung des DOSB-Präsidenten Thomas Weikert kam schließlich zu dem wenig überraschenden Schluss:
München preschte am 26. Oktober 2025 mit einem Prolympia-Votum vor. NRW führte bis im April 2026 in 17 Städten und Kommunen sogenannte Ratsbürgerentscheide durch, die teils mit noch größeren Mehrheiten als in München - bei geringerer Wahlbeteiligung - endeten. Ausgerechnet die "Leading city" Köln lieferte das schwächste Ergebnis. Der Segelstandort Kiel meldete ebenfalls eine klare Mehrheit. Dagegen riss Hamburg, wo die Regierung aus SPD und Grünen dafür, die Opposition (AfD/Linke) dagegen war, bei der höchsten Bürgerbeteiligung (49,5 Prozent) am 31. Mai 2026 die Latte. Die Zustimmung fiel rund drei Prozentpunkte schlechter aus als 2015; damals votierten die Hamburger gegen eine Kandidatur für 2024.
Diese Gemengelage war deshalb wichtig, weil in Berlin wenige Tage vor der DOSB-Entscheidung gewählt wurde - mit dem Ergebnis einer linken, Olympia-kritischen Mehrheit. In Berlin sind - neben der Linken als Wahlsieger - auch die Grünen gegen Olympia (in München sind Letztere hingegen mit einem grünem Bürgermeister dafür). Zudem sammelt eine nOlympia-Initiative mit Olympiasieger Christoph Harting als Gallionsfigur in Berlin Stimmen für einen Volksentscheid - was sich als Zeitbombe erweisen könnte, denn darüber hätte erst nach den Nominierung abgestimmt werden können.
Mit einem Volksentscheid vor der DOSB-Entscheidung hätte sich die deutsche Hauptstadt aus dieser politischen Zwickmühle befreit - vorausgesetzt, das Votum wäre diesmal positiv ausgefallen.
Alle Macht dem Wahlvolk - so lautete dagegen die Devise in Deutschland, und das galt eben vor allen Dingen für die olympischen Fachverbände, die laut Satzung mit drei Stimmen pro Verband das Schwergewicht bei der Abstimmung hatten. Dass Michael Mronz, das jüngste deutsche IOC-Mitglied und zum Wahlzeitpunkt auch Aspirant für das DOSB-Präsidenten-Amt, noch im Sommer die IOC-Präsidentin als Ehrengast beim Aachener Reitturnier begrüßte, zahlte für die Rhein-Ruhr-Regiobewerbung nicht ein (vielleicht eher im Gegenteil?). Mronz hatte - wie die anderen neun Mitglieder des DOSB-Präsidiums - und jene acht persönlichen Mitglieder, die als Athleten vor höchstens drei Olympia-Zyklen an den Spielen teilgenommen haben (aber nicht einmal vollzählig erschienen), jedenfalls nur eine Stimme.
Dass die Landessportbünde und die nicht-olympischen Fachverbände von der Wahl ausgeschlossen blieben, ist kein Skandal, sondern historische Folge: Bevor NOK und DSB zum DOSB vereinigt wurden, oblag die Entscheidung über Olympiakandidaturen dem NOK, dem auch nur die olympischen Fachverbände und persönliche Mitglieder angehörten.
Diese Historie birgt allerdings reichlich Reformbedarf: Den Deutsche Behindertensport-Verband von der Abstimmung auszuschließen, obwohl es nicht nur um Olympische Spiele, sondern auch um die Paralympics geht, war ein fatales Signal. Und wenn wir schon dabei sind: Warum dürfen eigentlich Wintersportverbände über Sommerspiele abstimmen?
Zwar planten alle drei Bewerber keine Sportstätten-Neubauten, sondern wollten existierende oder temporäre Anlagen nutzen. Diesem Plus stehen jedoch in allen drei Fällen zusätzliche, ungeplante Kosten („Beschleunigungskosten“) entgegen. Gemeint sind damit Ausgaben etwa für den Bau der Olympischen und Paralympischen Dörfer und der Verkehrsinfrastruktur, die wegen der knappen Zeit zwischen dem Zuschlag durch das IOC und der Austragung der Spiele beschleunigt umgesetzt werden müssten.
Das sorgt für erhöhte Ausgaben, aber auch für zeitliche Probleme bei der planungsrechtlichen Umsetzung. Alle drei Bewerber haben da ihre Problemzonen. Vor allem Berlin, wo der Bau der Athletendörfer auf einem unerschlossenen Gebiet zwischen Bahngleisen am Stadteingang mit dem Fortgang der Bauarbeiten am Autobahndreieck Funkturm kollidieren könnte. Bei München ist es die Grundstücksfrage: Für das Athletendorf müssten teilweise landwirtschaftlich genutzte Privatflächen erworben werden. NRW steht vergleichsweise gut da, möchte aber in Köln für die Leichtathletik nur ein temporäres Stadion in Nachbarschaft zu den neu zu bauenden Athletendörfern schaffen - und zwar zu Hundert Prozent privat finanziert.
Ohnehin war das Ergebnis der Evaluation nicht bindend: Es stand den wählenden DOSB-Mitgliedern also frei, sich daran zu halten - oder auch nicht. Laut dem Evaluationsbericht schnitten München und KölnRheinRuhr mit der Schulnote "Sehr gut" ab, Berlin nur mit "gut". Die Hauptstadt erhielt zwar den Bestwert in Sachen „Internationale Strahlkraft außerhalb des Sports“ (auf der Basis einer externen Analayse der Beratungsfirma PwC), wurde aber in den Bereichen Stabilität und Unterbringung abgewertet - zu Recht, wie man dann nach den Wahlen sah.
Beim DOSB glaubt man fest daran, dass Olympia "Zündfunke für unsere positive Zukunftserzählung sein" kann. Deutschland habe "als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt die nötige Gestaltungskraft" dafür. Mit anderen Worten: Wir schaffen das.
Dass es überhaupt ein innerdeutsches Bewerbungsrennen gegeben hat, stand allerdings nicht von Anfang an fest. Zeitplan und Konzept für die Nominierung wurden vom DOSB mehrfach revidiert. Und auch das Jahr 2036 - 100 Jahre nach den Spielen in Nazi-Berlin 1936 - ist umstritten. Dann also doch lieber 2040. Oder 2044?
Ursprünglich hatten im Mai 2025 vier Kandidaten - Berlin (mit Außenstellen in Leipzig und Rostock-Warnemünde als Berlin+ gelabelt), Hamburg sowie eben München und KölnRheinRuhr - ihre Konzepte beim DOSB zur Prüfung nach einem Kriterienkatalog eingereicht. Bis zum 4. Juni 2026 halt es, diese Konzepte zu finalisierten. Da waren es aber nur noch drei, denn Hamburg fiel nach einem negativen Volksentscheid aus dem Rennen. Eine Evaluierungskommission unter Leitung des DOSB-Präsidenten Thomas Weikert kam schließlich zu dem wenig überraschenden Schluss:
Alle Konzepte sind international wettbewerbsfähig und wirtschaftlich darstellbar. Alle drei Konzepte sind geeignet, Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland erfolgreich durchzuführen. Damit stellt die Evaluierungskommission fest, dass alle drei Konzepte von den stimmberechtigten Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung 2026 wählbar sind.
Zitat aus dem Executive Summary des Abschlussberichtsvom 22. September 2026
Gemischte Bilanz der Bürgerentscheide
Auch wenn der DOSB dies nicht vorschreibt, so baten doch drei der vier Kandidaten zuerst die Bürger um Zustimmung.München preschte am 26. Oktober 2025 mit einem Prolympia-Votum vor. NRW führte bis im April 2026 in 17 Städten und Kommunen sogenannte Ratsbürgerentscheide durch, die teils mit noch größeren Mehrheiten als in München - bei geringerer Wahlbeteiligung - endeten. Ausgerechnet die "Leading city" Köln lieferte das schwächste Ergebnis. Der Segelstandort Kiel meldete ebenfalls eine klare Mehrheit. Dagegen riss Hamburg, wo die Regierung aus SPD und Grünen dafür, die Opposition (AfD/Linke) dagegen war, bei der höchsten Bürgerbeteiligung (49,5 Prozent) am 31. Mai 2026 die Latte. Die Zustimmung fiel rund drei Prozentpunkte schlechter aus als 2015; damals votierten die Hamburger gegen eine Kandidatur für 2024.
Zustimmungs-Quoten bei den Bürgerentscheiden
München
66,4 %
66,4 %
NRW
58,4 - 76,8 %
58,4 - 76,8 %
Kiel
63,5 %
63,5 %
Hamburg
45,1 %
45,1 %
Berlin
kein Referendum
kein Referendum
Rostock-Warnemünde
kein Referendum
kein Referendum
Der Münchner Bürgerentscheid ist übrigens der erste Bürgerentscheid in Deutschland seit 2011, der zu Gunsten der Spiele ausgefallen ist. 66,4 Prozent stimmten dafür; die Wahlbeteiligung (42 Prozent) war höher als je zuvor bei irgendeinem Bürgerentscheid in der bayerischen Hauptstadt.
Zur Erinnerung: Nachdem Garmisch-Partenkirchen sich mit einem Pro-Bürgervotum von 58 Prozent zusammen mit München für die Winterspiele 2018 beworben hatte (in der IOC-Abstimmung aber gegen Pyeongchang den Kürzeren zog), scheiterte deren zweiter Bewerbungsversuch für 2022 ebenso wie jener Hamburgs für die Sommerspiele 2024 an Volkes Stimme.
Zur Erinnerung: Nachdem Garmisch-Partenkirchen sich mit einem Pro-Bürgervotum von 58 Prozent zusammen mit München für die Winterspiele 2018 beworben hatte (in der IOC-Abstimmung aber gegen Pyeongchang den Kürzeren zog), scheiterte deren zweiter Bewerbungsversuch für 2022 ebenso wie jener Hamburgs für die Sommerspiele 2024 an Volkes Stimme.
Berliner Zwickmühle
Erinnert werden muss aber auch an Berlins Olympiabewerbung für 2000, die 1993 mit nur neun Stimmen krachend bei der IOC-Abstimmung in Monte Carlo scheiterte. Die Olympiagegner besaßen daran entscheidenden Anteil. Auch diesmal hatte Berlin keinen Volksentscheid durchgeführt, sondern die Kandidatur am 21. Mai 2026 mit Stimmen aus den damaligen Regierungs-Parteien CDU und SPD sowie der AFD und eines Abgeordneten der Linken im Abgeordnetenhaus beschlossen.Diese Gemengelage war deshalb wichtig, weil in Berlin wenige Tage vor der DOSB-Entscheidung gewählt wurde - mit dem Ergebnis einer linken, Olympia-kritischen Mehrheit. In Berlin sind - neben der Linken als Wahlsieger - auch die Grünen gegen Olympia (in München sind Letztere hingegen mit einem grünem Bürgermeister dafür). Zudem sammelt eine nOlympia-Initiative mit Olympiasieger Christoph Harting als Gallionsfigur in Berlin Stimmen für einen Volksentscheid - was sich als Zeitbombe erweisen könnte, denn darüber hätte erst nach den Nominierung abgestimmt werden können.
Mit einem Volksentscheid vor der DOSB-Entscheidung hätte sich die deutsche Hauptstadt aus dieser politischen Zwickmühle befreit - vorausgesetzt, das Votum wäre diesmal positiv ausgefallen.
Alle Macht den olympischen Fachverbänden
Es war nicht der einzige Unfall dieser aufwändigen Kandidatenkür, bei der sich zwei der vier Städte selbst aus dem Rennen nahmen. Dass die DOSB-Mitglieder - aber nicht alle - nicht einfach nur einen Vorschlag abnicken durften, sondern in Baden Baden zu einer echten Kampfabstimmung schritten, war auch nicht von Anfang an geplant und ein Erfolg in erster Linie der olympischen Fachverbände, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen ließen. Die Alternative wäre ja ein Entscheidungs-Prozedere wie beim IOC gewesen, das seinen Mitgliedern nur noch erlaubt, zu einem vorher selektierten Kandidaten Ja (oder theoretisch auch Nein) zu sagen - was man für eine sinnvolle Lehre aus den Bestechungs-Skandalen halten oder auch als Entmündigung der IOC-Mitglieder sehen kann.Alle Macht dem Wahlvolk - so lautete dagegen die Devise in Deutschland, und das galt eben vor allen Dingen für die olympischen Fachverbände, die laut Satzung mit drei Stimmen pro Verband das Schwergewicht bei der Abstimmung hatten. Dass Michael Mronz, das jüngste deutsche IOC-Mitglied und zum Wahlzeitpunkt auch Aspirant für das DOSB-Präsidenten-Amt, noch im Sommer die IOC-Präsidentin als Ehrengast beim Aachener Reitturnier begrüßte, zahlte für die Rhein-Ruhr-Regiobewerbung nicht ein (vielleicht eher im Gegenteil?). Mronz hatte - wie die anderen neun Mitglieder des DOSB-Präsidiums - und jene acht persönlichen Mitglieder, die als Athleten vor höchstens drei Olympia-Zyklen an den Spielen teilgenommen haben (aber nicht einmal vollzählig erschienen), jedenfalls nur eine Stimme.
Dass die Landessportbünde und die nicht-olympischen Fachverbände von der Wahl ausgeschlossen blieben, ist kein Skandal, sondern historische Folge: Bevor NOK und DSB zum DOSB vereinigt wurden, oblag die Entscheidung über Olympiakandidaturen dem NOK, dem auch nur die olympischen Fachverbände und persönliche Mitglieder angehörten.
Diese Historie birgt allerdings reichlich Reformbedarf: Den Deutsche Behindertensport-Verband von der Abstimmung auszuschließen, obwohl es nicht nur um Olympische Spiele, sondern auch um die Paralympics geht, war ein fatales Signal. Und wenn wir schon dabei sind: Warum dürfen eigentlich Wintersportverbände über Sommerspiele abstimmen?
Ungeklärte Kostenfrage
Während der DOSB dem IOC beim Prozedere der Nominierung der Olympiastadt nicht folgen wollte - oder besser konnte -, folgte er den Hütern der Ringe jedoch beim Thema Evaluierung: Die Vorlage eines Evaluationsberichts wenige Tage vor der Abstimmung sollte das Verfahren objektivieren und Akzeptanz schaffen, beruhte die Prüfung der Bewerberstädte doch auf einer "Bewertungsmatrix", die mess- und vergleichbare Kriterien wie Finanzierung, Nachnutzung und operative Eigenschaften der Konzepte heranzog. Am Ende entstand aber der Eindruck, dass der DOSB allzu gschamig (wie man in München sagen würde) mit der Veröffentlichung der Evaluierungsdetails umging, zumal der Ergebnisbericht der Arbeitsgruppe Kosten und Finanzierung die zuvor versprochene Transparenz bei den Kosten nicht liefern konnten - statt konkreter Zahlen gab es nur allgemeine "grüne" Bewertungen für die Machbarkeit der Finanzierung.Zwar planten alle drei Bewerber keine Sportstätten-Neubauten, sondern wollten existierende oder temporäre Anlagen nutzen. Diesem Plus stehen jedoch in allen drei Fällen zusätzliche, ungeplante Kosten („Beschleunigungskosten“) entgegen. Gemeint sind damit Ausgaben etwa für den Bau der Olympischen und Paralympischen Dörfer und der Verkehrsinfrastruktur, die wegen der knappen Zeit zwischen dem Zuschlag durch das IOC und der Austragung der Spiele beschleunigt umgesetzt werden müssten.
Das sorgt für erhöhte Ausgaben, aber auch für zeitliche Probleme bei der planungsrechtlichen Umsetzung. Alle drei Bewerber haben da ihre Problemzonen. Vor allem Berlin, wo der Bau der Athletendörfer auf einem unerschlossenen Gebiet zwischen Bahngleisen am Stadteingang mit dem Fortgang der Bauarbeiten am Autobahndreieck Funkturm kollidieren könnte. Bei München ist es die Grundstücksfrage: Für das Athletendorf müssten teilweise landwirtschaftlich genutzte Privatflächen erworben werden. NRW steht vergleichsweise gut da, möchte aber in Köln für die Leichtathletik nur ein temporäres Stadion in Nachbarschaft zu den neu zu bauenden Athletendörfern schaffen - und zwar zu Hundert Prozent privat finanziert.
Ohnehin war das Ergebnis der Evaluation nicht bindend: Es stand den wählenden DOSB-Mitgliedern also frei, sich daran zu halten - oder auch nicht. Laut dem Evaluationsbericht schnitten München und KölnRheinRuhr mit der Schulnote "Sehr gut" ab, Berlin nur mit "gut". Die Hauptstadt erhielt zwar den Bestwert in Sachen „Internationale Strahlkraft außerhalb des Sports“ (auf der Basis einer externen Analayse der Beratungsfirma PwC), wurde aber in den Bereichen Stabilität und Unterbringung abgewertet - zu Recht, wie man dann nach den Wahlen sah.
Schulterschluss für München
Schon nach der Verkündigung des Abstimmungsergebnisses in Baden-Baden durch Bundespräsident Steinmeier propagierten alle Beteiligten einen demonstrativen Schulterschluss für München als Kandidat von ganz Deutschland. Ob sich damit im ganzen Land, wo der Schulsport am Boden liegt und die Spitzensport-Reform aus einer konzeptionellen Endlosschleife befreit werden muss, neue Olympiabegeisterung entfachen lässt, muss sich erst einmal zeigen.Beim DOSB glaubt man fest daran, dass Olympia "Zündfunke für unsere positive Zukunftserzählung sein" kann. Deutschland habe "als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt die nötige Gestaltungskraft" dafür. Mit anderen Worten: Wir schaffen das.