Drei Starts, drei Goldmedaillen: Der Schweizer Franjo von Allmen, 24, gewinnt auch den Super-G und krönt sich damit vorab schon zum alpinen Ski-Helden dieser Winterspiele. Vor ihm gelang dieses Tripel nur Toni Sailer (1956), Jean-Claude Killy (1968) und Janica Kostelić (2002). Der Vergleich hinkt allerdings, denn die Heroen der Vergangenheit kannten noch keine Team-Kombination.
Der Norweger Jens Lurås Oftebro gewinnt die Nordische Kombination von der Normalschanze, ein Wettbewerb, in dem zuletzt 2010 der Olympiasieger nicht aus Deutschland kam. Diesmal nicht: Bester Deutscher ist Johannes Rydzek auf Platz acht, Titelverteidiger Vinzenz Geiger wird Zehnter.
Die Biathletinnen Julia Simon und Lou Jeanmonnot sorgen für einen französischen Doppelsieg im Einzelrennen über 15 km. Bis zum letzten Schießen, wo sie sich zwei Strafminuten leistet, liegt allerdings noch Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß in Führung. Am Ende fällt sie auf Rang zehn zurück. Vanessa Voigt belegt wie vier Jahre zuvor in Peking den undankbaren vierten Platz.
Die US-Freestylerinnen Elizabeth Lemley und Jaelin Kauf gewinnen Gold und Silber im Moguls-Wettbewerb der Frauen, während die australische Titelverteidigerin Jakara Anthon im letzten Lauf vom Kurs abkommt und nur Achte wird.
Die im Weltcup noch sieglosen italienischen Rodlerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer nutzen den Heimvorteil und werden erste Olympiasiegerinnen im Doppelsitzer überhaupt - vor dem deutschen Duo Dajana Eitberger/Magdalena Matschina und den österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle/Lara Kipp. Eitberger besitzt schon eine Silbermedaille aus dem Einzelrennen 2018 in Pyeongchang.
US-Eisschnellläufer Jordan Stolz holt über 1000 m sein erstes und - wenn es nach ihm geht - auch nicht letztes Gold. Seine spielerische Performance mit Olympischem Rekord hat dennoch einen Makel. Weltmeister Joep Wennemars aus den Niederlanden wird in seinem Lauf vom chinesischen Gegner so stark behindert, dass er das Rennen eine halbe Stunde später noch einmal allein wiederholen darf - doch er ist noch langsamer als beim ersten Mal.
Italienische Nacht im Rennrodeln: Die Südtiroler Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner entthronen die seit 2014 bei Olympia ungeschlagenen deutschen Top-Favoriten Tobias Wendl/Tobias Arlt, die sich von Platz fünf im ersten Lauf noch auf den Bronze-Rang verbessern. In ihrer Karriereleistung ziehen die beiden Tobis mit Rodel-Kollegin Natalie Geisenberger gleich: sechs Gold, eine Bronze.
Bittersüßes Eistanzen: Die Franzosen Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron gewinnen in einer Umkehrung des Team-Wettbewerbs vor ihren US-Trainingspartnern Madison Chock und Evan Bates bei deren Abschieds-Vorstellung. Für Cizeron ist es Gold Nummer zwei nach seinem Sieg in Peking mit Gabriella Papadakis, mit der er im Rechtsstreit steht. Beaudry startete in Peking mit dem 2024 gesperrten Nikolaj Sørensen (Vorwurf der sexuellen Misshandlung einer US-Läuferin im Jahr 2012) für Kanada.