Zwei Tage nach Abfahrts-Silber fährt Emma Aicher in der neuen Team-Kombination Bestzeit, diesmal aber im Slalom, und gewinnt zusammen mit ihrer Abfahrts-Partnerin Kira Weidle-Winkelmann wieder Silber. Surprise, surprise: Die Top-Favoritinnen Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin (USA) werden nur Vierte, weil Shiffrin im Slalom vier Jahre nach ihrer Nullnummer in Peking wieder ein schwaches Rennen fährt. Gold holt das Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber, Bronze USA 2 mit Jackie Wiles und Paula Moltzan.
Der Norweger Birk Ruud gewinnt vier Jahre nach seinem Olympiasieg im Big Air diesmal Gold im Slopestyle. Wie Snowboarder so sind: Im letzten Lauf riskiert er, obwohl der Sieg bereits sicher ist, noch einmal alles und stürzt. Die früher im Snowboard dominierenden USA bekommen mit Alex Hall (Silber) ihren ersten Medaillengewinner 2026.
Die Sprint-Entscheidungen im Langlauf bescheren dem Norweger Johannes Hoesflot Klaebo sein zweites Gold in Tesero (vier Starts sollen noch kommen ...) und den Schwedinnen einem Dreifach-Sieg: Linn Svahn vor Titelverteidigerin Jonna Sundling und Maja Dahlqvist.
Olympia-Neuling Johan-Olav Botn gewinnt mit fehlerloser Leitung am Schießstand im Biathlon das Einzelrennen über 20 km und ruft bei der Fahrt über die Ziellinie den Namen seines verstorbenen Mannschaftskameraden Sivert Guttorm Bakken aus. Derweil trübt sein mit Bronze ausgezeichneter Landsmann Strula Holm Lægreid die Trauer mit dem Geständnis, seine Freundin betrogen zu haben: Vor der Fernsehkamera bittet er sie um Verzeihung.
Vier Jahre zuvor in Peking noch gestürzt, holt sich Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz endlich mit vier perfekten Fahrten und fast einer Sekunde Vorsprung Gold im Einsitzer. Ein Fahrfehler ihrer Teamkollegin Merle Fräbel am Start des dritten Laufs verhindert den deutschen Doppelsieg, so dass Elina Bota (Lettland) und Ashley Farquharsong (USA) überraschen aufs Podium kommen.
Sloweniens Skispringer werden endlich ihrer Saisonleistung gerecht und gewinnen wie schon 2022 den Mixed-Team-Wettbewerb vor Norwegen und Japan. Das deutsche Team mit Olympiasieger Philipp Raimund landet auf Platz vier.
Die Short-Track-Wettbewerbe beginnen standesgemäß: Arianna Fontana holt das dritte Gold ihrer Karriere beim Heimsieg Italiens in der Mixed-Teamstaffel.
Das schwedische Geschwisterpaar Isabella und Rasmus Wranå gewinnt Gold im Mixed-Wettbewerb der Curler. Im Finale besiegen die Weltmeister von 2024 die USA standesgemäß, aber knapp mit 6:5.